Meningitis - aus aktuellem Anlass!

Meningitis: Im Juli 2001 traten in Hamburg mehrere Fälle von Meningitis in kurzen Abständen auf.
Als Meningitis wird eine Entzündung der Hirnhäute bezeichnet. Sie wird hauptsächlich von Viren oder Bakterien verursacht. Die Erkrankung kann lebensbedrohlich werden und erfordert in jedem Fall eine medizinische Behandlung.
Die bakterielle Meningitis ist seltener und kann mit Antibiotika erfolgreich behandelt werden.
Die virale Meningitis kommt häufiger vor, sie verläuft oft weniger heftig, eine Behandlung mit Antibiotika ist nicht möglich.
Eine Prophylaxe (Vorbeugung) bei dem Verdacht auf eine mögliche Ansteckung ist mit einem sonst in der Tuberkulosebehandlung eingesetzten Medikament möglich.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Erkrankung kann zwischen zwei und zehn Tagen liegen. Es gibt viele Menschen, die die Erreger in sich tragen - am häufigsten im Nasen-Rachenraum - ohne zu erkranken. Ein Überleben der Baktereien ausserhalb des menschlichen Körpers ist nur für kurze Zeit möglich.
Die Übertragung erfolgt per direkter Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, Sprechen und Küssen, auch das Mitbenutzen von Gläsern oder Flaschen kann zur Ansteckung führen.
Die Symptome der Erkrankung sind vielfältig und können in unterschiedlicher Intensität auftreten. Es kann zu Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen und Schmerzen der Gelenke. kommen. Lichtempfindlichkeit kann auftreten und das Bewusstsein kann von Verwirrtheit bis zum Koma verändert sein. Die Nackensteifigkeit ist ein häufiges Symptom, d.h. das Kinn kann nicht auf die Brust gebeugt werden, nur eine nach hinten überstreckte Stellung des Halses ist angenehm oder möglich. Außerdem kann es zu kleinsten purpurnen Blutungen in der Haut kommen (wie mit Stecknadelstichen übersäht).
Auf jeden Fall ist sofort ein Arzt zu konsultieren, wenn der Verdacht auf eine Meningitis besteht.

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